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Über unsere Abteilung

Gegründet wurde die Abteilung im Februar 1971 durch Peter Lenc aus Mannheim, damals Grüngurt. Seine Lehrmeister waren Michael Kantner (Samurai Mannheim) und Richard Scherer (1. Mannheimer Judo-Club), dem späteren Europameister 1974. 

Der offizielle Beitritt zum Deutschen Judobund e.V. Sektion Karate, erfolgte am 25.4.1972 mit genau 11 männlichen Mitgliedern. Trainiert wurde damals noch unter äußerst schlechten sanitären Bedingungen in der alten TG-Turnhalle, Beindstr. 28, einem ehemaligen umgebauten Kino – das mittlerweile abgerissen wurde. 

Der damalige Bürgermeister von Heddesheim, Fritz Kessler, ermöglichte uns ab November 1973 im Gymnastikraum der neu erbauten Nordbadenhalle zu trainieren.  

Im Januar 1976 wechselte die Abteilung zum Deutschen Karate-Bund e.V. und kam durch den im Jahre 1988 erfolgten Zusammenschluss aller Verbände in den Deutschen Karate Verband e.V. Allein der DKV ist offiziell anerkanntes Mitglied im Deutschen Sportbund. 

Seit Fertigstellung unseres neuen Vereinshauses im Jahre 1988 trainieren die Karatekas dort im Gymnastikraum. Unsere Stilrichtung ist traditionelles Shotokan Karate.

Der Anfang: Gichin Funakoshi (1868-1957) gilt als der Begründer des modernen Karate

Wir wollen diesen Meister ein bisschen genauer vorstellen

Gichin Funakoshi wurde 1868 auf Okinawa geboren. Einer seiner Schulfreunde war der Sohn Yasutsune Azato's, eines der größten Experten Okinawas in der Kunst des Karate. Dieser Meister wurde auf Funakoshi aufmerksam und erteilte ihm seine erste Lektion im Karate. Da zu jener Zeit die Ausübung des Karate von der Regierung verboten war,  mussten die Treffen zum Training geheimgehalten werden. So übte er nacht für nacht unter der Aufsicht des Meisters. Funakoshi schreibt hierzu in seinem Buch Karate-do  Mein WEG. Auch seine Frau praktizierte Karate und wurde eine anerkannte Persönlichkeit auf diesem Gebiet. Eines Tages kamen ein paar junge Männer aus der Nachbarschaft zu ihm und baten ihn, sie in Karate zu unterrichten. Das tat er auch sehr gerne und hatte somit seine ersten Schüler. Nachdem am Anfang des 20. Jahrhunderts die Heimlichkeit des Karatetrainings zu Ende ging, begann der Siegeszug des Karate weltweit. Es wurde Teil des Lehrplanes an Okinawanischen Schulen. Für ihn gab es nur das Karate.1922 gab Funakoshi sein erstes Buch über Karate heraus. Der Titel lautete «Ryûkyû-Kempô: Karate». Im gleichen Jahr begann ein nationales Komitee von Karatefreunden, ein neues Dojo zu bauen. Es sollte das erste Karate-Dôjô werden, das jemals in Japan gebaut wurde. Dieses Dôjô sollte einen Namen erhalten, der eines Tages weltberühmt werden sollte - Shôtô-kan (Pinienrauschen). Zu dieser Zeit war er fast 70 Jahre alt und sah die Eröffnung des Dôjôs als einen Anfang an. Eine seiner ersten Aufgaben war das Aufstellen von Regeln und Plänen für das Training. Er formalisierte auch die Anforderungen für die verschiedenen Grade und Klassen (Dan und Kyû).Für Funakoshi war immer sehr wichtig, daß Karate eine defensive Kunst ist. Das zeigt sich auch in den Kata. Die bedeutenden Werte des Karate sind Vernunft und Bescheidenheit. “Funakoshi starb ab 26. April 1957. Heute erinnert ein Grabmal in Kamakura (Japan) an jenen Mann aus Okinawa. Es steht dort im Enkakuji - Tempel, einem der bedeutendsten Zen-Tempel Kamakuras.

  1. Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.
  2. Im Karate macht man nicht die erste Bewegung.
  3. Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.
  4. Erkenne dich selbst zuerst, dann den Anderen.
  5. Intuition ist wichtiger als Technik.
  6. Lerne deinen Geist zu kontrollieren und befreie ihn dann.
  7. Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.
  8. Glaube nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet.
  9. Karate üben, heißt ein Leben lang zu arbeiten; darin gibt es keine Grenzen.
  10. Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, das ist der Zauber der Kunst.
  11. Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht beständig wärmst.
  12. Denke nicht ans gewinnen, doch denke darüber nach, wie du nicht verlierst.
  13. Verändere deine Verteidigung gegenüber dem Feind.
  14. Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab.
  15. Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.
  16. Wenn man das Tor der Jugend verlässt, hat man viele Gegner.
  17. Anfänger müssen alle Haltungen ohne eigenes Urteil meistern, erst danach erreichen sie einen natürlichen Zustand.
  18. Die Kata muss ohne Veränderung korrekt ausgeführt werden, im wirklichen Kampf gilt das Gegenteil.
  19. Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell - alles in Verbindung mit der richtigen Atmung. Denke immer nach, und versuche dich ständig in Neuem.